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Dikhen amen! Seht uns!

“Dikhen amen! Seht uns!" ist ein bundesweites Projekt von Amaro Drom e.V..
Die Hauptziele des Projektes sind das Empowerment junger Roma und Sinti und die Sensibilisierung junger Nicht-Roma bzw. Nicht-Sinti für den spezifischen Rassismus und seine Folgen. mehr>>

 

Anlaufstelle

Amaro Foro in Berlin bietet eine eigenständige Beratungsstelle schwerpunktmäßig für rumänische und bulgarische Roma mit Sprachmittlung, aufsuchender Arbeit und Sozialberatung. Zudem sensibilisiert die Anlaufstelle die Mehrheitsgesellschaft für die soziale Lage der Migrant_innen und interveniert gegen Antiziganismus. mehr>>

Freiwilligendienste

Amaro Drom e.V. gibt als akkreditierte Organisation im Europäischen Freiwilligendienst und Mitglied des internationalen Freiwilligennetzwerks Phiren Amenca jungen Roma und nicht-Roma die Möglichkeit sich für bis zu einem Jahr in lokalen Communities und Projekten zu engagieren und wertvolle Lern- und Lebenserfahrungen zu sammeln. mehr>>

JUROMA

"Junge Roma aktiv" ist ein Projekt der Otto Benecke Stiftung in Kooperation mit Amaro Drom e.V.. Ziel des Projektes ist es zugewanderte junge Roma zu mobilisieren, Chancen zur Partizipation an Bildung und Arbeit in Deutschland wahrzunehmen und die deutsche Gesellschaft für ihre Vorurteile und Ressentiments gegenüber Roma zu sensibilisieren. mehr>>

Spendenaufruf für Gzim und Ramis Berisha

Am 16.12.2015 wurden unsere Freunde Gzim (15) und Ramis Berisha (12) aus unserer Mitte gerissen. Die beiden Jugendlichen wurden um fünf Uhr morgens von Polizeibeamten abgeholt und gemeinsam mit ihren Eltern und jüngeren Geschwistern in den Kosovo abgeschoben. Gzim und Ramis sind in Deutschland geboren, gingen hier zur Schule, engagierten sich in der Jugendverbandsarbeit und möchten sich hier ihre Zukunft aufbauen.

Wir - die Jugendverbände Ternengo Drom e Romengo  und Amaro Drom - setzen nun alles daran die beiden zurückzuholen. Bis wir das schaffen wollen wir Gzim und Ramis vor Ort zu unterstützen. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe.

Den Brüdern und ihrer Familie fehlt es im Kosovo an allem was ein menschenwürdiges Leben ausmacht. Sie haben nicht genug Geld, um sich die nötigsten Dinge des Alltags anzuschaffen. Bei derzeitigen Temperaturen um 0 Grad lebt die Familie in Peje in einer Wohnung, in der es nicht einmal Betten gibt. Die Familie ist dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Die Lebenssituation im Kosovo ist insbesondere für Roma katastrophal: Es mangelt an medizinischer Versorgung und Zugang zu Bildung. Eine Arbeit zu finden ist für Roma nahezu unmöglich, die Arbeitslosenquote unter Roma beträgt im Kosovo zwischen 95% und 100%. Sie müssen in notdürftigen Unterkünften leben, weil ihre Häuser entweder im Krieg zerstört wurden oder von den verbliebenen Einheimischen beansprucht werden. Aufgrund des historisch gewachsenen Rassismus gegen Roma sind diese alltäglichen Diffamierungen, Anfeindungen und tätlichen Übergriffen ausgesetzt. Sich im Kosovo als Rom_ni ein menschenwürdiges Leben aufzubauen ist nahezu unmöglich.

Unterstützen Sie uns dabei Gzim und Ramis eine Chance zu geben in ihr Leben zurückzukehren! Helfen Sie uns den beiden die Kraft zu geben weiter um ihr Recht und für ihre Zukunft zu kämpfen!
 
SPENDENKONTO

Kontoinhaber: Ternengo Drom e Romengo Roma-Jugendliche in Niedersachsen e.V.
Verwendungszweck: GzimundRamis
IBAN: DE20 2519 0001 0693 4986 00
BIC: VOHADE2HXXX
Kreditinstitut: Hannoversche Volksbank

Hier können Sie online spenden über die Plattform betterplace.org.

Spenden an Ternengo Drom e Romengo e.V. sind steuerabzugsfähig. Wir stellen Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus. Ihre Fragen beantwortet der Vorstandsvorsitzende von Ternengo Drom e Romengo e.V., Nino Novakovic, unter:

novakovic2005 (at) gmail.com
0172-1987621

 

Stellungnahme für das Bleiberecht von Gzim und Ramis Berisha

PETITION
Hier geht es zur Petition für das Bleiberecht von Gzim und Ramis Berisha:
https://www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-gzim-und-ramiz-berisha

Stellungnahme von Amaro Drom e.V. und Ternengo Drom e Romengo e.V. - 21.12.2015

Mit Bestürzung und Fassungslosigkeit mussten wir am vergangenen Mittwoch erfahren, dass unsere Freunde Gzim und Ramis Berisha aus unserer Mitte gerissen wurden. Die beiden Jugendlichen wurden um fünf Uhr morgens von Polizeibeamten ohne Vorwarnung abgeholt und gemeinsam mit ihren Eltern und jüngeren Geschwistern zum Zwecke der Abschiebung zum Flughafen Hannover-Langenhagen verbracht. Von dort startete am Nachmittag ein eigens vom Innenministerium gechartertes Flugzeug, welches 125 Menschen gegen ihren Willen in das Kosovo deportierte. Derzeit befinden sich Gzim und Ramis Berisha mit ihrer Familie in Prizren.

Die beiden jungen Roma wollen alles daran setzen, wieder in Deutschland leben zu können. Denn hier ist ihr Zuhause. Ihr Vater kam 1988 als Kind aus dem damaligen Jugoslawien nach Deutschland. Gzim (15) und Ramis (12) wurden in Deutschland geboren und sind hier aufgewachsen. Niedersachsen ist ihre Heimat. Gzim Berisha besuchte die neunte Klasse der Heinrich-von-Oytha-Oberschule. Sein jüngerer Bruder Ramis war in der sechsten Klasse. Beide waren sehr beliebt in der Schule. Vor allem Gzim hatte durch seine offene, optimistische und fröhliche Art viele Freund_innen an seiner Seite, die ihn jetzt schmerzlich vermissen.

Auch in unseren Vereinen ist durch die Abschiebung der Brüder eine große Lücke entstanden. Seit dem Frühjahr engagierten sich Gzim und Ramis bei Ternengo Drom e Romengo – Roma-Jugendliche in Niedersachsen e.V.. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen stärkten sie junge Roma in Niedersachsen und waren überaus motiviert, den gegenseitigen Austausch mit der Mehrheitsgesellschaft voran zu treiben. Gzim und Ramis glauben fest daran, dass ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag zur Veränderung der Gesellschaft leisten kann.

Diesbezüglich hatten beide klare Pläne für die Zukunft. Gzim wollte 2016 eine Juleica-Ausbildung in Niedersachsen absolvieren und in Friesoythe eine eigene Gruppe für Roma-Jugendliche aufbauen. Außerdem wirkten Gzim und Ramis im Amaro Drom-Projekt „Dikhen amen! Seht uns!“ mit, welches vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Im Rahmen dieses Projektes strebten sie die Ausbildung zu Multiplikator_innen der Jugendarbeit an, um später selbst Workshops zur Stärkung junger Roma und Sinti sowie zur Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft durchführen zu können. Durch ihre verbindliche, freundschaftliche und mitreißende Art mobilisierten sie zahlreiche Jugendliche für ehrenamtliches Engagement.

Aber auch darüber hinaus hatten sie eine klare Vorstellung von ihrer Zukunft. Gzim Berisha hat bereits eine mündliche Zusage für einen Ausbildungsplatz bei der DJO in Niedersachsen. Später wollte er dann in der Jugendarbeit tätig sein. Ramis strebte an, ein eigenes Autohaus zu führen. Beide wollten in der Zukunft Familien gründen und ein friedliches Leben in Deutschland führen. Durch die Abschiebung von Gzim und Ramis Berisha wurden nun all diese Pläne zu Nichte gemacht.

Gzim und Ramis Berisha wurden in ein Land abgeschoben, das sie noch nie zuvor gesehen haben – den Kosovo. Sie wurden Teil einer Sammelabschiebung in ein Land des ehemaligen Jugoslawiens. Massenabschiebungen wie diese finden derzeit im ganzen Bundesgebiet statt. Im September 2015 beschlossen Bund und Länder, dass Albanien, Kosovo und Montenegro sogenannte „sichere Herkunftsländer“ seien. Dies bedeutet, dass die politischen Entscheidungsträger_innen davon ausgehen, dass in diesen Ländern keine Fluchtgründe bestünden.

Dieser Beschluss ist Teil der aktuellen Verschärfungen des Asylrechts, die darauf abzielen, Geflüchteten aus den westlichen Balkanländern pauschal eine Schutzbedürftigkeit abzusprechen und sie so schnell wie möglich abschieben zu können. Diese Praxis verhöhnt das Grundrecht auf Asyl und spricht vor allem Rom_nja aus diesen Ländern spezifische Fluchtgründe, wie rassistische Verfolgung ab. Roma werden in den aktuellen politischen Debatten als „Wirtschaftsflüchtlinge“ diffamiert. Die tatsächlich stattfindende Diskriminierung von Rom_nja in den Staaten des westlichen Balkan wird dadurch unsichtbar gemacht.

Dabei ist die Lebenssituation in Montenegro, in Albanien und auch im Kosovo alles andere als sicher. NGOs und Einzelpersonen berichten von hoher Arbeitslosigkeit, Mangel an medizinischer Versorgung, unzureichender Schulbildung und der alltäglichen Gewalt im Kosovo. Für Rom_nja ist die Situation dort besonders fatal. Eine Arbeit zu finden ist nahezu unmöglich, die Arbeitslosenquote unter Rom_nja beträgt im Kosovo zwischen 95% und 100%. Sie müssen in notdürftigen Unterkünften leben, weil ihre Häuser entweder im Krieg zerstört wurden oder von den verbliebenen Einheimischen beansprucht werden. Aufgrund des historisch gewachsenen Rassismus gegen Roma sind diese alltäglichen Diffamierungen, Anfeindungen und tätlichen Übergriffen ausgesetzt. Sich im Kosovo als Rom_ni ein menschenwürdiges Leben aufzubauen ist nahezu unmöglich.

Wir fühlen einen großen Verlust nach der Abschiebung von Gzim und Ramis Berisha. Wir vermissen sie als Verwandte, als Freunde und als Aktivisten. Ihre Abschiebung stellt einen schweren Rückschlag in unserer gemeinsamen Arbeit dar. Mit Gzim und Ramis fehlen uns nun zwei engagierte Jugendliche, die ein Vorbild für viele andere junge Roma waren. Ihre unerwartete Abschiebung hat uns alle fassungslos gemacht. Jugendliche, die bei uns aktiv sind und sich in einer ähnlichen Situation, wie Gzim und Ramis befinden, wurden in Angst versetzt. Die Abschiebepolitik des Innenministers in Niedersachsen erschwert die Arbeit unserer Vereine - Ternengo Drom e Romengo - Roma-Jugendliche in Niedersachsen e.V. und Amaro Drom e.V. enorm! Wir wollen nicht hinnehmen, dass junge, engagierte Menschen wie Gzim und Ramis Berisha nicht in Deutschland leben dürfen.

Wir fordern daher vom Innenminister in Niedersachsen, Boris Pistorius, die Abschiebung von Gzim und Ramis Berisha rückgängig zu machen und ihnen eine Bleiberechtsperspektive in Deutschland zu ermöglichen.

Wir fordern außerdem:

  • Die Abkehr vom Konzept der „Sicheren Herkunftsstaaten“
  • Die Anerkennung besonderer Fluchtgründe von Roma als verfolgter und diskriminierter Gruppe
  • Das Bleiberecht für Menschen, deren Lebensmittelpunkt Deutschland ist, seit ihrer Geburt oder seit ihrer Flucht aufgrund von Diskriminierung und Verfolgung
  • Das Ende der menschenrechtsverletzenden Praxis der Zwangsdeportationen
     

PETITION
Hier geht es zur Petition für das Bleiberecht von Gzim und Ramis Berisha:
https://www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-gzim-und-ramiz-berisha

 

Bleiberecht für Gzim und Ramiz Berisha

Hier geht's zur Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-gzim-und-ramiz-berisha

Am 16.12.2015 wurden 125 Menschen aus Niedersachsen in die Balkanländer abgeschoben. Darunter viele Frauen, Kinder, aber auch Gzim und Ramiz Berisha. 

Sie sind abgeschoben worden mit der Begründung, dass Deutschland Platz schaffen muss. 
Deutschland muss Platz schaffen, in dem Menschen, die geduldet sind, abgeschoben werden in die Länder, welche von der Bundesregierung als "Sichere Herkunftsländer" eingestuft wurden sind.


Das sind Länder wie Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien, Kosovo, Albanien und Mazedonien. Länder, in denen die Minderheit der Roma systematisch als auch gesellschaftlich sehr stark diskriminiert werden. So stark diskriminiert, ausgegrenzt und auch von Hass umzingelt sind, dass die Angehörigen der Minderheit kein normales Leben führen können. Jugendliche, die zur Schule gehen, werden von den Mitschülern nicht akzeptiert und somit gemobbt, diskriminiert und runtergezogen. Die Eltern kriegen keine normalen Jobs, nur irgendwelche Recycle-Jobs auf der Mülldeponie oder auf dem Acker für 5 bis höchstens 10 Euro pro Tag. Die Minderheit der Roma ist somit in einem Teufelskreis, aus dem es nicht raus zu schaffen ist und man somit als Jugendlicher aus Deutschland nur untergehen kann. 



Gzim und Ramiz Berisha sind zwei Brüder, die in Deutschland geboren und auch hier zur Schule gegangen sind. Sie lebten in Friesoythe und besuchten dort auch die Schule. Sie gingen in die 6. Klasse (Ramiz) und die 9. Klasse (Gzim) der Heinrich-von-Oytha-Schule Altenoythe. Gzim und Ramiz waren zwei fröhliche Jungs, die Spaß am Leben hatten, trotz heftiger Schicksalschläge in ihrem Leben. Die beiden Jungs engagierten sich auch in der Freizeit in dem Verein ,,Ternengo Drom e Romengo- Roma Jugendliche in Niedersachsen e.V.", einem Jugendverband in Niedersachsen, wo Gzim dabei war eine JuLeiCa-Ausbildung zu absolvieren und mit unserer Hilfe eine Jugendgruppe in Friesoythe aufzubauen. Sie trafen sich auch oft im Jugendcafe Friesoythe und organisierten mit Freunden und Bekannten Veranstaltungen. Dies bereitete ihnen Riesen Freude und man hatte ein gutes Verhältnis und vor allem Vertrauen. 



Wir nehmen es nicht hin, dass deutsche Jugendliche von ihrem Zuhause weggerissen werden und irgendwo hingeschickt werden, wo die Bundesregierung meint, dass es deren "Zuhause" ist. Die zwei Jungs fühlen sich hier heimisch und Deutschland ist ihr Zuhause! Die beiden haben hier, in Deutschland, vor eine Ausbildung zu absolvieren und das Leben auf die Reihe zu bekommen, wie viele andere Jugendliche in ihrem Alter. Sie wollen ein Vorbild für andere sein und beweisen, dass man trotz schwerer Kindheit und schlechter Vorbilder ein gutes Leben führen kann: IN DEUTSCHLAND! 
Wir, die Unterzeichner, Freunde, Familie & jeder normal denkende Mensch, verlangen vom Innenminister, Boris Pistorius, dass den beiden Jungs die Zukunft und ihr Zuhause zurück gegeben wird, in dem sie nach Deutschland zurückkehren!

Begründung:

Jemand, der in Deutschland geboren ist, aufgewachsen, zur Schule geht, sich hier heimisch fühlt und klare Zukunftsziele in Deutschland hat, IST DEUTSCH!
 Das darf von der Bürokratie in Deutschland nicht weggenommen werden. Es gibt noch tausende Jugendliche, die genau wie Gzim & Ramiz, deren Zuhause Deutschland ist, aber denen es eiskalt weggenommen wird! Das wollen wir mit dieser Petition ändern!!!



Wir danken sehr im Voraus allen Unterstützer_Innen!! Helft uns Gzim & Ramiz zurück zu holen!!



Ternengo Drom e Romengo - Roma-Jugendliche in Niedersachsen e.V.
Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hier geht's zur Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-gzim-und-ramiz-berisha

 

Bundesjugendkonferenz 2015

Vom 19. bis 24.11.2015 fand unter dem Motto “Me sem kate! E tu? - Ich bin dabei! Und du?” die Bundesjugendkonferenz von Amaro Drom e.V. und Ternengo Drom e Romengo - Roma-Jugendliche in Niedersachsen e.V. statt. Weit über 150 junge Roma und Sinti aus Deutschland, Mazedonien, Serbien und Montenegro kamen in diesen Tagen zusammen, um sich kennenzulernen und auszutauschen, an Workshops teilzunehmen und gemeinsame Aktionen zu starten.

In 12 verschiedenen Workshops beschäftigten sich die teilnehmenden Jugendlichen über zwei Tage intensiv mit Themen wie Frauen-Empowerment, Identitätsfindung als Rom_nja, Rroma-Geschichte, Asyl- und Flüchtlichgspolitik und Bleiberechtskämpfe und mit der Geschichte des Genozids an den Sinti und Roma während des Nationalsozialismus. In den künstlerischen Workshops wurden Tanz- und Theater-Performances, Videos und Songs erabeitet.

Im Rahmen der Bundesjugendkonferenz wurde den jugendlichen Sinti und Roma ein Raum geschaffen für Empowerment und Teilhabe, der ihnen im Alltag in der deutschen Gesellschaft oftmals verwehrt bleibt. Die Veranstaltung schuf gleichzeitig einen Ort der Sichtbarkeit, an dem die vielfältigen Lebensrealitäten junger Roma und Sinti den gesellschaftlichen Rassismen und Stereotypen selbstbestimmt entgegengestellt wurden.

Es fanden insgesamt 12 Workshops statt, die von 14 Wissenschaftler_innen, Aktivist_innen und Künstler_innen geleitet wurden - unter ihnen die Wissenschaftlerinnen und Aktivistinnen Isidora Randjelović, Hajdi Barz und Hasiba Dzemaili sowie der Queer Roma Aktivist Gianni Jovanovic und der Tänzer Safet Mistele.

 
Die Ergebnisse der Workshops wurden nach den zwei Workshop-Tagen in Form von Performances, Vorträgen, Videos, Musikstücken und einer Living Library präsentiert.
 
Am Montag den 23.11. besuchten die Jugendlichen den Landtag Niedersachsen. Mit Politiker_innen verschiedener Parteien diskutierten die Teilnehmer_innen die aktuellen Verschärfungen des deutschen Asylrechts. Die internationalen Teilnehmer_innen berichteten von ihrer Situation als Roma in den Balkanstaaten, die von der Bundesregierung 2014 und 2015 als “sichere Herkunftsstaaten” deklariert wurden, während die in Deutschland geborenen Teilnehmer_innen, ihre Bleiberechtskämpfe und drohende Abschiebungen thematisierten.
 
Hier geht's zum DIKHEN AMEN SONG, der auf der Bundesjugendkonferenz 2015 von Jugendlichen geschrieben und aufgenommen wurde.

Weitere Informationen, Bilder und Videos zu den Veranstaltungen sowie zu den Workshops und Referent_innen findet ihr auf
www.facebook.com/dikhenamen.

 

Pressemitteilung zur Bundesjugendkonferenz 2015

Pressemitteilung 16.11.2015

Bundesjugendkonferenz in Gailhof bei Hannover

Bundesweites Treffen junger Roma und Sinti 2015

Vom 19. bis 24.11.2015 findet unter dem Motto “Me sem kate! E tu? - Ich bin dabei! Und du?” die Bundesjugendkonferenz von Amaro Drom e.V. und Ternengo Drom e Romengo - Roma-Jugendliche in Niedersachsen e.V. statt. Mehr als 130 junge Roma und Sinti aus Deutschland, Mazedonien, Serbien und Montenegro kommen in diesen Tagen zusammen, um sich kennenzulernen und auszutauschen, an Workshops teilzunehmen und gemeinsame Aktionen zu starten.

In 10 verschiedenen Workshops beschäftigen sich die teilnehmenden Jugendlichen mit Themen wie Frauenempowerment, Identitätsfindung als Rom_nja, Rroma-Geschichte, Asyl- und Flüchtlichgspolitik und Bleiberechtskämpfe und der Geschichte des Porrajmos*. In den künstlerischen Workshops werden Tanz- und Theater-Performances, Videos und Songs erabeitet.

Im Rahmen der Bundesjugendkonferenz wollen wir jugendlichen Sinti und Roma einen Raum schaffen für Empowerment und Teilhabe. Die Veranstaltung soll auch ein Ort der Sichtbarkeit sein, an dem die vielfältigen Lebensrealitäten junger Roma und Sinti den gesellschaftlichen Rassismen und Stereotypen selbstbestimmt entgegengestellt werden.

Die 10 Workshops, die von 12 Wissenschaftler_innen, Aktivist_innen und Künstler_innen geleitet werden, finden parallel am 20. und 21.11. statt. Die Ergebnisse der Workshops werden am Sonntag den 22.11., zum Beispiel in Form von Performances, Videos, Musikstücken und einem Living Archive, präsentiert. Am Montag den 23.11. findet neben einer Projektwerkstatt zur Beantragung von Fördermitteln, eine Infobörse für die internationale Vernetzung sowie eine öffentliche Veranstaltung mit Europa-Abgeordneteten statt.

Informationen zu allen Veranstaltungen und Workshops und zu den Referent_innen finden Sie auf www.amarodrom.de/bundesjugendkonferenz-2015-0 oder auf www.facebook.com/dikhenamen.

*Der Begriff Porrajmos bezeichnet den Genozid an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus.

Pressekontakt

Anita Burchardt
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tel:  +49(0)162-6840065
anita.burchardt@amarodrom.de
 

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Against Romaphobia!

Terminkalender

19.-24.11.2015
Gailhof bei Hannover
25.6.2015 - 18 Uhr
Aufbau Haus am Moritzplatz: Prinzenstraße 84 Aufgang 1, 10969 Berlin
03.Dezember 2014
Werkastatt der Kulturen, Wissmanstraße 32, 12049 Berlin

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