Roma Holocaust
Anlässlich der Ermordung von 2.897 Menschen in der Nacht vom 2. zum 3. August 1944, der Auflösung des so genannten "Zigeunerlagers" in Auschwitz findet jedes Jahr an der Internationalen Gedenkstätte das zentrale Gedenken an den Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus statt. Außerdem trafen sich in diesem Jahr etwa 35 junge Roma und Nicht-Roma aus verschiedenen europäischen Ländern zu einem gemeinsamen Bildungs- und Gedenkseminar. Neben Zeitzeugengesprächen und einem Besuch des KZ Auschwitz-Birkenau umfasste das Programm verschiedene Diskussionen über den Holocaust, die Hintergründe, die Mechanismen der Ausgrenzung, des Rassismus und des Antiziganismus, sowie die Bedeutung für die Gegenwart. Den Teilnehmenden eröffneten sich dabei Perspektiven auf einen Teil der Geschichte, der aus dem allgemeinen Bewusstsein und der offiziellen Erinnerung noch weitgehend ausgeklammert bleibt. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte wurde dabei auch als ein Auftakt für ein allgemeines zivilgesellschaftliches Engagement im Sinne der Menschenrechte gesehen und behandelt. ternYpe/Amaro Drom wurde als nationaler Gewinner vom Europäischen Jugendkarlspreis in Aachen ausgezeichnet.
Das Projekt wird von ternYpe - Internationales Roma Jugendnetzwerk organisiert. www.ternype.eu
Buchenwald
Zusammen mit dem Internationalen Bauorden führten wir ein Workcamp an der Gedenkstätte Buchenwald durch. Über 20 Jugendliche aus Deutschland, Italien, Belgien, Österreich und den Niederlanden fanden sich eine Woche zusammen, um Arbeiten zum Erhalt der Gedenkstätte zu leisten und sich selbst intensiv mit der Geschichte des Ortes und des Schicksals der ehemaligen Häftlinge, aber auch der deutschen Täter_innen auseinanderzusetzen. Besonders eindrucksvoll war für alle die Beschäftigung mit einem Kindertransport von Roma und Sinti von Buchenwald nach Auschwitz. Für diese fertigten wir eigene Gedenksteine an und forschten im Archiv über ihr Schicksal. Die gemeinsame Beschäftigung mit einem historisch sensiblen Thema brachte die Teilnehmer_innen aus verschiedenen Ländern sehr schnell zusammen. Im nächsten Jahr soll wieder ein Workcamp mit dem Bauorden stattfinden.
